Durch das Mikrofrakturieren wird ein Herauswachsen von so genannten Stammzellen aus der Tiefe erreicht

So kann man über eine Gelenkspiegelung mit einem dornartigen Instrument 2 mm durchmessende Löcher in den Knochen schlagen. Diese Methode wird unter Narkose durchgeführt, ist also für den Patienten nicht zu spüren.

nachher
vorher

Durch die entstehende konische Form „platzt“ der Knochen um die Löcher herum. Zahlreiche feine Knochenrisse (daher der Name Mikrofrakturen) entstehen um das kleine Loch

Sie gewährleisten ein gewolltes zusätzliches Austreten von Blut. Hierdurch wird eine breitflächige Verbindung zum darunter liegenden mit Blut angefüllten Bälkchenknochen geschaffen. An der verbliebenen rauen Oberfläche bleibt das Blutgerinnsel gut haften, wobei die Löcher selbst wie Dübel wirken. 

Stammzellen, auch „Magic cells“ genannt, können so auf die Knochenoberfläche gelangen und hier im Laufe von Monaten eine kräftige Faserknorpelschicht bilden, die den gesamten Defekt ausfüllt. Diese Schicht kann sehr widerstandsfähig sein und makroskopisch kaum vom gesunden umgebenden Knorpel unterschieden werden.

Die Mikrofrakturierung wird ausschließlich mittels Endoskop vorgenommen. Die beschriebene Technik besticht durch ihre Einfachheit bei erstaunlicher Effizienz. Arthroskopische Kontrolluntersuchungen, ein halbes Jahr nach dieser Maßnahme, haben gezeigt, dass dieser Ersatzknorpel eine gute mechanische Festigkeit besitzt.